Titel Greis

zur Programmübersicht
  Greis

Greis (Grégoire Vuilleumier), Pendler zwischen den Welten, Welten-Bürger, engagiert und kritisch, präsentiert sein Solo-Album. Raptechnisch versiert wie kaum ein Anderer, engagiert wie selten ein Zweiter im Rap-Biz und authentisch bis in die Fingerspitzen kommt der Erstling von Greis, «Eis» in die Plattenregale. Mehrsprachig, literarisch, tiefgründig und fett!
Textlich und stimmungsmässig besteht das Album aus zwei tragenden Gefühlen, die sich oft mischen: Perspektiven und Trauer. Einerseits schliessen die traurigen Stücke meist mit einem hoffnungstragenden Fazit ab, andererseits ist die vermittelte Freude in den glücklichen Stücken immer auch mit einer Portion nagendem Zynismus unterlegt. Zudem sorgt die "Sägesser- Saga", welche an ein Hörspiel erinnert und in kurzen Stücken über das ganze Album verteilt ist, für wohliges Schauern zwischendurch. Greis erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln die Geschichte des verwahrlosten Kindes "Hans-Köbi", der mit dem Messer in der Hand zum Vollwaisen wird. Greis dazu: "Es gibt keine Unschuld". Der grösste Teil der Texte ist auf Berndeutsch verfasst, andere in Französisch oder Englisch, da Greis diese Sprachen fliessend spricht. Auf "Realität" wird Greis zudem von den New Yorker Kult-Rappern Non Phixion unterstützt.
Greis zu einigen seiner liebsten Songs:
- I Am: "Dieser Song ist Rap-technisch der anspruchsvollste, - so gut bin ich im Moment. Das Stück ist wie eine Zusammenfassung des gesamten Albums: Skillz, Innenleben, Politik."
- Glücklech: "Dieses Lied ist sehr persönlich und handelt von Depression. Gleichzeitig pflegt es die Tradition der Widerstands-Ballade, befasst sich aber mit konkreten, persönlichen Probelemen und dem Ghetto in den Köpfen der Schweizer."
- Global: " Ganz in der Tradition von PublicEnemy, KRS1 und anderen politischen Rapper: Beim Rap muss Relevantes gesagt werden. Rap ist natürlich nicht die einzige Musik mit dieser Tradition: Sie ist z.B. auch im Folk einer Joan Baez zu finden. Oder bei uns bei Ernst Born (Basler Folk der 70er): Dieser schrieb politische Lieder, die sich auf Zahlen und Fakten stützten, und nicht einfach nur auf klischeehafte Romantik. Mein Song GLOBAL stützt sich auch auf intensive Recherchen und ist in Zusammenarbeit mit Attac Zürich entstanden.
- Bi Dir: "Mis Meitli isch gange zumene andere! Und dann erst noch zu einem Freund...der auch noch Nachbar ist! Dieses Lied habe ich für sie geschrieben...und nie gedacht, dass jemand anders es je hören würde. Das Liebeslied lebt von Emotionen...auf der Bühne bin ich immer mit ihr zusammen mit 35 werden wir heiraten, wenn wir niemanden anderen haben.- Übrigens hab ich im Jahr 2000 nur dieses Lied geschrieben. Die Blueser sind froh, wenn sie traurig sind....aber ich kann eigentlich nicht schreiben, wenn ich depressiv bin."

Was bisher geschah:
1997 erscheint Greis mit seiner Gruppe PVP zum ersten Mal auf einem Tonträger; schon damals waren politische Motivationen der Hintergrund zu seiner Arbeit. Im selben Jahr erscheinen zwei weitere Stücke von PVP auf dem von Greis mitinitierten Sampler "Rapresent", welcher sich über 2‘500 mal verkaufte. Desweiteren holen sich "G- Punkt" für das Titelstück ihres zweiten Albums "Familie" den aufstrebenden Rapper als Gast. Doch Greis verewigt sich nicht nur auf Tonträgern, er ist auch bei jeder "Freestylesession" vom Gaskessel, über die Reithalle bis zum Wasserwerk überall dort präsent, wo ein Mikrophon an die Anlage angeschlossen ist. Gleichzeitig ist er fast jedes Wochenende mit PVP, G- Punkt oder der Jazzband "Sistermoon" auf Tour. Nach dem Release der ersten PVP- Maxi ("Äsche zu Stoub), dessen Titelstück " Nei Nei" in Sachen Rap-mit-Inhalt neue Masstäbe setzte, machte er sich daran sein erstes Soloalbum zu umreissen. Unterdessen ist er zu einem gefragten Rapper herangewachsen und nimmt Gastauftritte mit Künstlern wie Taz, Sendak, Hobbitz u.v.a auf. Das aktuellste Beispiel ist das Featuring auf dem Femalerap- Album von Big Zis aus Zürich. Durch seine offene Art hat Greis viel zur guten Stimmung zwischen Bern und den andern Städten beigetragen.

 
 
Samstag 27 . Mai 2006 Afterparty

Reinhören und bestellen: www.cede.ch

 
  zum Seitenanfang zur Programmübersicht