Titel Phenomden

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  Phenomden

Deutscher Reggae war undenkbar – bis wir über Jan Delays Album herfielen. Reggae galt seit Bob Marley als Nischenmusik – bis Gentleman die Charts toppte. Mundart Reggae war peinlich – bis einer aus dem Zürcher Kreis 3 das Mikrofon packte: Phenomden.
Phenomden (der phänomenale Dennis Furrer!) ist der erste Schweizer Mundart Sing-Jay – also eine Mischung aus Reggae-Sänger und „DJ“, wobei „DJ“ jamaikanisch gemeint ist: Rapper. In seinen Liedern erzählt Phenomden von seinem Alltag, seinen Gefühlen, Problemen, Wünschen – auf ehrliche und direkte Weise. Aus dem Titelsong des Albums „fang ah“:
äs cha nöd si, dass dir im fernseh säged, was du muesch azieh / was du neu muesch chaufe, zum in oder out si
wie genau din körper muess baut si / los uf dich sälber und ich säg dir ja dänn hauts hii

Bei seinen Kommentaren aus der Sicht des Quartier(anti)helden scheut Phenomden auch vor politischen Aussagen nicht zurück:
sie wänd nur profitiere, d mueter erde lönnts krepiere / ja sie wännd d schwiiz regiere, vo herrliberg us operiere
und mit kampagne s ganze land manipuliere, ja… / mit em gäld us grosse firme, doch das darf nid passiere
(aus: Nume drum)

Diese ernsten Texte zeigen nur eine Facette von Phenomden, der auch über Liebe, Musik und persönliche Stimmungen reimt. Auf der Bühne überrascht er das Publikum mit geballter Energie und „…versprüht den Charme eines Kuno Lauener im Zeitraffer“ (FACTS).

Um seine inhaltlichen Ideen musikalisch umzusetzen, machte sich Phenomden auf eine musikalische Reise durch halb Europa. Erste Station am Stadtrand Zürichs bei seinen Freunden von der Townnet Crew, erste Bestandesaufnahme der eigenen Befindlichkeit: „Dschungel“ und „Sunshine“.
Nächste Station Basel, intensive Zusammenarbeit mit den umtriebigen SCRUCIALISTS („Gfange“), die ihn mit einem weiteren Riddim nach Süditalien ziehen liessen. Dort angekommen, teilte sich Phenomden den Pastateller und das Mikrofon mit der Italo-Reggaelegende Don Rico von Sudsoundsystem – es entstand ein Lied voller „Energia“. Weiterreise weit in den Norden, zwischen Köln und Hamburg. Austausch mit den besten deutschen Produzenten: Pow Pow Movement ("Nume drum"), Kingstone („Wänn Lärnemer“), Rootdown Records ("Jetz isch ziit"), Silly Walks („Wiedike“), Germaican Records („Ha de Sound“), Uptone („Fang ah“) und Ire Hi-Fi („A jedäm Tag“). Schliesslich Rückkehr in die Heimat, ins eigene Quartier Wiedikon, wo sich das Studio der GANGLORDS befindet, die einst in Jamaika respektvoll „di gjangsta dem“ gerufen wurden: „Gueti musig“ und „Cha nüt defür“.
So frisch Phenomden ist, er kommt nicht aus dem Nichts: Seine erste Veröffentlichlung „Cha nüt defür“ auf dem „Bonx-it“-Riddim schlug in den lokalen Reggae-Dancehalls knüllermässig ein. Die Single, gepresst in Jamaica und herausgegeben von One Ton (Bassist und Produzent GANGLORDS) fand Platz auf dem Nation-Music-Sampler und erschien zudem im November 2004 auch auf der Compilation „Dancehall-Fieber“ in Deutschland und Österreich, wo das Lied von FM4 in die Top-ten Airplay-Charts gesetzt wurde (und eine E-mail Flut auslöste…“Was singt er denn da eigentlich?“).
Schon als Kleinkind sang Phenomdenli mit seinen Brüdern, seinem Vater und dessen Freund Harry inbrünstig Lagerfeuerlieder. Sie traten an Festen, in Restaurants, Skihütten und Campingplätzen oder auch im eigenen Garten auf. Mit 13 Jahren zog sich der Bub eine schwere Infektion zu (HipHop), worauf er nur noch rappen konnte. Deshalb musste er die Mundart-Rapcrew "Rebels" gründen (1993) und fortan an Feten und in Pfadihütten performen. Es folgte die Phase, in der Phenomden zum aufmüpfigen Bassisten mutierte und für Rapbands wie "tunez" als 16-jähriger seine ersten „real gigs“ spielte. Parallel stiegen in den Sound-Lokalitäten der Sauff-Bronx etliche Freestyle-Abende. Die Freund- und Wohngemeinschaft mit Silokko, dem Selector des bekannten Zürcher Reggae-Sounds VIBES GALAXY, vertieften seine Liebe zum Reggae. Als Sänger der Hillside Possee zieht Dennis sein erstes Solo-Sänger-Projekt auf und sammelt Studio und Live-Erfahrung.
Schliesslich schickt er ein Demo zu den Ganglords (die ja schon mit Gregory Isaacs, Max Romeo, Patra, Lady Saw uvm. gearbeitet haben), die ihn prompt für eine erste Studiosession aufbieten. Der Rest wird Schweizer Reggaehistory – trust me.

 
 
Samstag 27. Mai 2006 Abends

Internet: www.phenomden.ch
Reinhören und bestellen: www.cede.ch
Kontakt: Daniel Fehlmann (info@nationmusic.ch)
Promotion: Marc Brandtner (promotion@nationmusic.ch)
Booking: Jeffrey Baumann (booking@nationmusic.ch)

 
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